Entstehung der Pfarrei

Man kann den Beginn einer St. Johanner Kirchengeschichte im Frühmittelalter ansetzen, doch muß man hier auf Vermutungen aufbauen. Die Besiedlung des Leukentales, in dem St. Johann liegt, hat im 7. Jahrhundert durch die Bajuwaren stattgefunden. Damals hat sich auch die Christianisierung dieses Volkes vollzogen.

Im Güterverzeichnis des ersten Salzburger Erzbischofes Arn, dem 788/90 entstandenen „indiculus Arnonis“ wird dann von mehreren „ … ecclesiis parrochiales …“ im Unterland geschrieben. Dies waren nicht Pfarrkirchen, sondern diözesane, im Besitz des Salzburger Bistums befindliche, Sakralgebäude. St. Johann in Tirol muss zu dieser Zeit bereits Ur- und Mutterpfarre gewesen sein. Für ein hohes Alter der ersten Kirche in St. Johann spricht auch der Ortsname, der vom einstigen Patrozinium der Pfarrkirche herrühren dürfte. Der hl. Johannes der Täufer, dem das Gotteshaus ursprünglich geweiht war, ist Patron von vielen alten Kirchen, die Taufkirchen waren.

Die erste urkundliche Erwähnung einer Kirche in St. Johann in Tirol fällt erst in die Jahre 1150/60, als ein „ … Adelrammus de Regimprehtishoven …“ dem Kloster Herrenchiemsee Güter schenkte.

Als Sitz einer Pfarrei wird der Ort dann ausdrücklich am 28. Januar 1216 bei der Gründung des Bistums Chiemsee bezeichnet. Vorher gehörte das Leukental, spätestens seit der Diözesanteilung des Hl. Bonifatius vom Jahr 739, zum Bistum beziehungsweise Erzbistum Salzburg.

Bis zur josephinischen Pfarregulierung blieben die Grenzen der Pfarrei, so wie sie bereits 1216 bestanden haben dürften, unverändert, auch wenn es durch das Entstehen von verschiedenen Kirchen innerhalb des Pfarrsprengels Änderungen, vor allem in den seelsorgerischen Aufgaben gab.

1262 ist das gestiftete Spital in der Weitau mit seinem Benefizium zu nennen, das immer zum unmittelbaren Seelsorgebereich der Pfarre St. Johann in Tirol gehörte.

1446 wurde die Pfarre St. Johann schließlich direkt den Chiemseer Bischöfen unterstellt, und der jeweilige Bischof von Chiemsee galt somit gleichzeitig auch als Pfarrer von St. Johann. Die Bischöfe übten dieses Amt zwar nie selbst aus und bestellten Vikare zu ihrer Vertretung. St. Johann wurde so zu ihrer Sommer- bzw. Pastoralresidenz, von wo aus sie auch ihre Amtgeschäfte ausführten. Es fanden in St. Johann in den Jahren 1463 bis 1748 nachweislich 8 Diözesansynoden statt.

Mit der Erhebung zum Dekanatssitz 1621 wurde die Sonderstellung St. Johanns noch hervorgehoben.

Im Jahre 1808 wurde das Bistum Chiemsee im Zuge der Wirren der Napoleonischen Kriege aufgehoben.Das Dekanat St. Johann in Tirol kam wieder, wie bereits vor 1216, zum Erzbistum Salzburg.

1786 trat die josephinische Pfarrregulierung in Kraft, die zahlreiche Aus- und Umpfarrungen beinhaltete.
Die letzte Auspfarrung betraf die Expositur Oberndorf, die am 1. Mai 1940 von St. Johann abgetrennt und zur selbständigen Pfarre erhoben wurde. Die Grenzen der Pfarrei decken sich dabei nun mit jenen der politischen Gemeinde.

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